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Merken   Drucken   22.10.2006, 18:55 Schriftgröße: AAA

Das Letzte: Teheran 2.0  

Web 2.0 ist schön, macht aber leider viel Arbeit. Wer erinnert sich nicht an das sensationelle Newcomer-Blog von Mahmud Ahmadinedschad, dem iranischen Staatspräsidenten, dessen Herz so voll ist, dass ihm davon der Mund und manchmal auch die Hutschnur übergeht. von Christian Schütte
(Nur rein poetisch gesprochen natürlich. Ahmadinedschad trägt keinen Hut. Aber er liebt poetische Bilder.) Vor zwei Monaten startete Irans Staatspräsident sein Internettagebuch mit einer länglichen Autobiografie - wir berichteten -, seither gab es auf seiner Webseite aber ungefähr so viele neue Publikationen wie in der atheistischen Teheraner Tagespresse. Ein klassischer Fall von Blogger-Burn-out.
Daraus sollte aber niemand schließen, dass es der iranischen Staatsführung nicht ernst ist. Auch in Sachen Weblogs. Irans Bloggerszene gilt ohnehin als eine der aktivsten der Welt, und nach einem Bericht des "Guardian" steigen nun auch die religiösen Führer ein: In der heiligen Stadt Ghom wurde die erste Bloggerschule für Kleriker und Theologiestudenten eröffnet.

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