Für Dienstag, den 15. August, sei auf das "Kolloquium Produkt und Raum XII: Anthropologie im Spannungsfeld von Wurst und Religion" hingewiesen, das ab 20 Uhr im Gebäude des Künstlerhauses Laine-Art, Liebenwalder Str. 39 in Berlin stattfindet.
Die Veranstalter versprechen in der Einladung ein anspruchsvolles Programm: "Die Forscher vom Kolloquium Produkt und Raum begeben sich auf eine Reise durch die Kulturgeschichte des Verzehrs. Die Aspekte Ernährung, Sex, Religion und Gewalt bilden die Grundlage ihrer transdisziplinären Erkundungen in Text, Film und Bild. Dabei streifen sie Themen wie Amputation, Hostienschändung und Schweinehochhäuser, diskutieren über Videoüberwachung in Schlachthöfen, Semiotik der Nahrungsdarstellung im urbanen Raum und den Fall Armin Meiwes", heißt es.
"Unser Credo lautet Hyperkulturalität", sagt Tim Holtorf, Mitinitiator der transmedial ausgerichteten Veranstaltung. "Im Zuge der Pornoisierung und Orbitalisierung von Gesellschaft reproduzieren sich die semantischen Felder 'Fleisch', 'Fressen', 'Fritten' im Raum postmoderner Erlebniswelten", so Holtorf über das Anliegen der Veranstaltung.
Es diskutieren Torben Heidrich, Tim Holtorf, Benjamin Leven, Karin Schelhas. Als Gast konnte das Kolloquium Laura Schmidt gewinnen. Die Moderation übernimmt Sünje Paasch-Colberg.