Neuseeländische Ornithologen können ihr Glück kaum fassen: Der Kakapo, eine vom Aussterben bedrohte Papageienart, ist gerade sehr fortpflanzungsfreudig. Sechs neu geschlüpfte Küken haben den Bestand auf über 100 Exemplare ansteigen lassen. Um die sichere Aufzucht der Jungpapageien zu garantieren, werden sie in einer Zuchtstation von Forschern per Hand aufgezogen. Die Papageien können sich derweil weiter der Erhaltung ihrer Art widmen.
Der neue Trend zur Vermehrung ist offensichtlich ein Ergebnis der Ganztagsbetreuung, was wiederum Ursula von der Leyen interessieren dürfte. Die Fortpflanzungsministerin ist ja mit den Geburtenzahlen etwas durcheinandergeraten. Jedenfalls hat sich herausgestellt, dass die Deutschen nun doch aussterben, obwohl das Elterngeld genau dies verhindern sollte.
Die Aufzucht des Nachwuchses im Kakapo-Stil kann da sicher Abhilfe schaffen: Mehr ganztags betreute Kinder bedeutet mehr freie Zeit für die Eltern bedeutet noch mehr Kinder - und Deutschland wäre wieder an der Spitze der Geburtenstatistik.
Der Kakapo kann den Deutschen übrigens auch sonst als Beispiel dienen, zumal er gelernt hat, mit misslichen Situationen klarzukommen. Der Papagei ist völlig flugunfähig, kann aber unermüdlich rennen. Lange dachte man, es gebe ihn gar nicht mehr, bis er auf irgendeiner Insel wieder auftauchte.
In der Krise wirkt so etwas Wunder. Die weitgehend flugunfähigen Deutschen brauchen vor allem Ausdauer. Notfalls verzieht man sich eben ein paar Jahre auf die Insel.