FTD.de » Meinung » Das Letzte » Wir haben da noch was für Sie

Merken   Drucken   24.09.2008, 18:55 Schriftgröße: AAA

Das Letzte: Wir haben da noch was für Sie  

Der Buchhandel hat einen neuen Kaufanreiz entdeckt. Lesen muss man das Buch nicht mehr. von Maike Rademaker
Der letzte Trend in der Bücherwelt war eher deprimierend: Cover-Empfehlungen wie "Das ist der beste Krimi seit der Bibel, sagt Literaturpapst XY" stammen, nach allem, was wir wissen, in der Regel von Leuten, die das Buch gar nicht gelesen haben. Eine Basis für die Kaufentscheidung im Buchladen fällt damit leider weg. Weil das offenbar bei den verunsicherten Lesern Kaufsperren auslöste, gibt es nun einen neuen Trend, der wirklich hilfreich ist: das Bonusmaterial.
Das Konzept ist einfach: "Das Buch" steht hinten im Buch, und dann steht da kurz, was so im Buch steht. Dann folgt "Das Interview", in dem steht, warum die Autorin das Buch geschrieben hat. Zum Schluss kommen "Die Themen", falls jemand verpasst hat, worum es im Buch geht. Oder "Das Buch" nicht gelesen hat. Alles auf 15 Seiten. Die kann man glatt im Buchladen lesen. Ein anderes Buch, ein österreichischer Krimi, macht es noch kürzer. Auf dem Titel steht "Für kluge Männer mit wenig Zeit". Das spart vielen Männern und vielen Frauen viel Zeit und viel Geld. Ein echter Bonus.
Im Musikgeschäft hat sich das Thema seit der Erfindung des Downloads erledigt. Bleibt das Kino. Dort wird die Entscheidung nun enorm erleichtert: Anne Will und ihre lieben Gäste diskutieren über einen RAF-Film, den noch keiner gesehen hat. In der Sendung sitzen zwei Schauspieler und der Autor, zudem werden Ausschnitte gezeigt. Den Film muss man jetzt gar nicht mehr sehen (Anne Will übrigens auch nicht). Prima Bonusmaterial.
(Interview mit der Autorin des Beitrags und Begleittext "Der Beitrag" folgen)
  • Aus der FTD vom 25.09.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  18:35 Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote