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Merken   Drucken   27.08.2007, 20:36 Schriftgröße: AAA

Leitartikel: Sarkozys außenpolitischer Irrweg  

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, glaubt Nicolas Sarkozy. In der kurzen Zeit, in der er französischer Präsident ist, hat Sarkozy dank eines unzähmbaren Willens innenpolitisch viel in Gang gesetzt. Außenpolitisch drohen ihm Niederlagen.
Jetzt meint er, sein Mantra des "Voluntarismus" auf die Außenpolitik übertragen zu können: Am Montag hat er seinen weltpolitischen Masterplan vorgestellt. Er hat eine neue französische Außenpolitik entworfen. Und er hat erklärt, wie sich Europa und die Welt ihm zufolge verändern müssen.
So erfrischend Sarkozys Stil ist - er wird als Außenpolitiker scheitern, wenn er meint, die Dinge erzwingen zu können. Nach innen kann man sich - gerade im französischen politischen System - im Konflikt durchsetzen. Nach außen entfaltet eine Mittelmacht wie Frankreich dagegen nur Einfluss, wenn sie den Regeln der Diplomatie folgt: Schwerpunkte setzen, feste Verbündete haben.

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