Was gestern vor einer Woche noch unvorstellbar war, ist heute Wirklichkeit: Investmentbanken implodieren, die US-Regierung verstaatlicht mit Hilfe der Fed den größten US-Versicherer und der deutsche Einlagensicherungsfonds scheint auch nicht mehr so sicher wie geglaubt. FTD.de analysiert und kommentiert die unglaublichen Vorgänge.
Nach der Leitzinssenkung auf faktisch null Prozent habe die US-Notenbank keinen Spielraum mehr für weitere Schritte, warnen die Kommentatoren der internationalen Presse. Die Entscheidung spreche für wachsende Verzweiflung bei der Fed. Den USA drohten nun japanische Verhältnisse.
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Die Wurzeln des Finanzdesasters liegen auch in der Psyche der Marktteilnehmer. Wer künftige Krisen verhindern will, muss auch hier ansetzen und fatale Psychoblocks lösen. Staatliche Geldspritzen reichen dafür nicht aus.
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Die Suche nach den Lehren der Krise und der Finanzaufsicht der Zukunft hat bereits begonnen. Die FTD hat Vorstände verschiedener Banken nach ihrer Meinung gefragt - und erhielt eine Reihen interessanter Antworten.
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Die internationale Bankenkrise wird nach Einschätzung des Bundesfinanzministers Deutschland noch mindestens bis Ende 2009 belasten. Er "streue keinem Bürger Sand in die Augen", sagte Steinbrück. Kanzlerin Merkel verliert langsam die Geduld mit der deutschen Finanzbranche.
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Der FTD-Konjunkturschattenrat sieht die USA tief in der Rezession, Ökonom Kenneth Rogoff rechnet für die Vereinigten Staaten mit der höchsten Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten, und Deutschlands Abschwung dauert mindestens bis Mitte 2009.
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Die Finanzkrise nimmt immer skurrilere Züge an: Erst beruft sich London auf Antiterrorgesetze, jetzt warnen die Isländer vor einem zweiten Versailles.
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Kaum einer hat von der Krise so sehr profitiert wie der Hedge-Fonds-Manager Andrew Lahde. Nun knöpft er sich die Branche vor, witzelt über die ganzen "Idioten" und dankt "dummen Kunden". FTD.de dokumentiert seinen Brief.
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Der Staat im Nordatlantik kämpft gegen den Bankrott. Die Finanzkrise belastet auch andere stark. Der IWF will Ungarn und der Ukraine helfen. Und in Südostasien ist ein Krisenfonds in Planung. FTD.de gibt einen Einblick.
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Der Wirtschaftsethiker Karl Homann hält die Finanzkrise in erster Linie für ein Systemproblem, nicht für ein Problem persönlichen Fehlverhaltens. Im FTD-Interview warnt der Forscher von der Uni München vor dem "Moralisieren".
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Wolfgang Maennig, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, kritisiert im Interview mit der FTD das Rettungspaket der Bundesregierung. Er bemängelt vor allem, dass sich schlecht wirtschaftende Banken nicht verantworten müssen.
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Solange die wahren Ursachen der Finanzkrise nicht ermittelt sind, führt der Regulierungseifer ins Leere. Neue Vorschriften der Politik drohen auch die nützlichen Finanzinnovationen auszulöschen.
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In der Finanzkrise gefährden nationale Rettungsaktion am Ende alle EU-Staaten. Die Verantwortung für die Liquiditätssicherung gehört deshalb in die Hände der Notenbank.
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Island macht das Triple voll: Nach Glitnir und Landsbanki verstaatlicht die Inselregierung mit Kaupthing auch die größte Bank des Landes. Was das für deutsche Sparer heißt, ist noch unklar. All zu groß sollte das Mitleid mit ihnen indes nicht ausfallen.
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Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren.
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