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  FTD-Serie: Systemfrage

Der von allen Fesseln befreite Markt hat sich ausgetobt - und Trümmer hinterlassen. Als Aufräumkommando greift der Staat ein. Aber wie geht es danach weiter? Zieht sich der Staat zurück, oder übernimmt er die Vormundschaft über den Markt? Und welche Folgen hat das? Die FTD stellt die Systemfrage.

Merken   Drucken   01.04.2009, 13:02 Schriftgröße: AAA

Die Systemfrage - Gastkommentar: Burkhard Schwenker - Schlank, aber kräftig  

Ein starker Staat und eine liberale Wirtschaftsordnung schließen sich nicht aus. Es ist ein Staat nötig, der den Mut hat, sich gegen den Mainstream zu stellen und der klare Positionen vertritt. von Burkhard Schwenker
Burkhard Schwenker ist CEO von Roland Berger Strategy Consultants.
Ist die Krise wirklich auch eine Chance, wie immer behauptet wird? Ja und nein. Nein, weil sie vor allem eines ist: eine Bedrohung all dessen, was wir uns in den letzten Jahren erarbeitet haben. Sie gefährdet Wachstum, Wohlstand und verlässliche gesellschaftliche Strukturen. Und ja, wenn wir die Krise als Gelegenheit begreifen, uns neu zu erfinden.
Dazu gehört, aus den Fehlern der Vergangenheit lernen zu wollen, und vor allem der Mut, uns zu unseren Stärken zu bekennen: Wir haben gelernt, dass Vielfalt zu Kreativität führt. Wir wissen, dass Vielfalt Freiheit voraussetzt - die Freiheit, anders zu denken und dabei zu neuen Lösungen zu kommen. Und wir wissen, dass Wettbewerb der beste Weg zur Umsetzung neuer Ideen ist.
Sind die Eckpunkte Vielfalt, Freiheit und Wettbewerb in Gefahr? Einerseits zeigen die Ursachen der Krise ganz klar, dass eine effektive und moderne Regulierung der (Finanz-)Märkte notwendig ist und dass besondere Situationen auch unkonventionelle Lösungen erfordern. Klar ist auch, dass wir den Staat gebraucht haben und brauchen, um das kollabierende Bankensystem zu stützen.

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  • FTD.de, 01.04.2009
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