FTD.de » Meinung » Kommentare » Amerikas größte Zeitbombe

Merken   Drucken   31.05.2009, 09:00 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Amerikas größte Zeitbombe  

Die Pläne Barack Obamas reißen dauerhaft riesige Löcher in den amerikanischen Staatshaushalt. Wenn die Regierung diesen hochriskanten Kurs nicht ändert, drohen Inflation und ein Dollar-Crash. von John Taylor
John Taylor lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stanford. Er war Vizefinanzminister in der Regierung von Präsident Bush senior.
Standard & Poor's hat den Ausblick für britische Staatsanleihen von "stabil" auf "negativ" herabgestuft. Das sollte auch der US-Regierung und dem Kongress eine Warnung sein. Hoffen wir, dass sie jetzt aufwachen.
Durch den Haushaltsplan von Barack Obama geht die Staatsverschuldung durch die Decke. Oder um es präzise auszudrücken: Sie steigt derzeit und auch künftig deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ende 2008 lag der Schuldenstand bei 41 Prozent des BIP, in zehn Jahren dürften es 82 Prozent sein, schätzt das Haushaltsbüro des US-Kongresses (CBO). Ändert sich die Politik nicht, könnten wir weitere fünf Jahre später 100 Prozent erreichen.
"Eine längerfristige Staatsverschuldung auf diesem Niveau (100 Prozent des BIPs), wäre in den Augen von S&P nicht mit einem AAA-Rating vereinbar", teilte die Ratingagentur vergangene Woche mit.
Meiner Ansicht nach ist diese Verschuldung ein systemisches Risiko, sie könnte der Wirtschaft mehr schaden als die Finanzkrise. Ein Blick auf die Zahlen, die S&P zugrunde legt, zeigt, wie groß das Risiko ist: Für 2019 rechnet das CBO mit 1200 Mrd. $ (862 Mrd. Euro) Etatdefizit. Über die Einkommensteuer dürften im selben Jahr 2000 Mrd. $ in die Staatskassen fließen. Das heißt, die Steuern müssten querbeet dauerhaft um 60 Prozent erhöht werden, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen.
So weit wird und sollte es natürlich nicht kommen. Wie lässt sich der Schuldendienst - gemessen relativ zum BIP - also noch senken?

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  24.06.2009 Pressestimmen "Beim Thema Afghanistan Tacheles reden"  
Pressestimmen: "Beim Thema Afghanistan Tacheles reden"

Der Tod dreier Soldaten im Kundus gibt Anlass zu neuen Diskussionen über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Verteidigungsmininister Jung will nicht von Krieg sprechen. Die Kommentatoren der deutschen Tageszeitungen fordern klare Stellungnahmen der Politik. mehr

 



Die FTD-Personendatenbank
 


  10.02. Angelina Jolie trifft Guido Westerwelle
Politik: Angelina Jolie trifft Guido Westerwelle (00:00:56)

Bei dem Treffen im Auswärtigen Amt ging es um die Situation der Flüchtlinge. mehr

Mehr zu: Angelina Jolie, Bosnien, Niebel

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote