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Merken   Drucken   06.01.2009, 09:06 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Barry Rubin - Akt der Notwehr  

Israel bleibt im Kampf gegen die Hamas keine andere Wahl, als Gewalt anzuwenden. Die Islamisten, die im Gazastreifen herrschen, sind entschlossen, den jüdischen Staat zu vernichten.
Barry Rubin ist Direktor des Global Research in International Affairs (Gloria) Center an der Universität Herzlija.
Israel wollte den Gazastreifen nicht angreifen, weder am Boden noch aus der Luft. Die Hamas, die seit Langem gegen den Waffenstillstand verstieß, kündigte ihn ganz auf und begann mit großflächigen Angriffen auf Israel. Es handelt sich hier um einen Verteidigungskrieg, und er findet nur 50 Kilometer entfernt von Israels größter Stadt, Tel Aviv, statt.
Nach Aussage der israelischen Regierung geht es um Folgendes: "Ziel der jetzigen Phase ist es, die terroristische Infrastruktur der Hamas im Operationsbereich zu zerstören und gleichzeitig die Kontrolle über einige Raketenabschussgebiete der Hamas zu erlangen, um auf diesem Weg die Zahl der Raketen deutlich zu reduzieren, die auf Israel und Israels Bürger abgefeuert werden."
Die Operation sei als "direkter und harter Schlag gegen die Hamas" gedacht und solle zugleich die Abschreckungskraft des israelischen Militärs erhöhen. Sie solle die Sicherheit der Bürger im Süden Israels langfristig verbessern.
Noch während des Krieges von 2006 hat Israels Militär die im Libanon gemachten Fehler analysiert. Aber anders als es Stammtischgeneräle jetzt gern behaupten, wäre es nicht einfach, die Kontrolle über den gesamten Gazastreifen zu erlangen und ihn längerfristig zu regieren. Die Hamas wird nicht verschwinden, und Israels internationale Unterstützung ist begrenzt. Über eine Million Menschen leben im Gazastreifen. Die Hamas wird alles unternehmen, damit es auch zivile Opfer gibt - und so tun, als gebe es noch viel mehr.

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