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Merken   Drucken   02.08.2009, 17:35 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Die Klimalobby irrt  

Die Umweltaktivisten machen denselben Fehler wie ihre Gegner: Sie verschließen die Augen vor der Realität. Ihre Hoffnungen auf den Gipfel von Kopenhagen sind völlig übertrieben. von Gideon Rachman
Gideon Rachman ist FT-Kolumnist.
Der Begriff "Klimawandel-Leugner" hat einen fiesen Klang. Er kreiert eine Verbindung zwischen den Gegnern der etablierten Wissenschaft zur globalen Erwärmung und "Holocaust-Leugnern". Sie haben nicht nur unrecht - sie sind böse.
Doch die Klimawandel-Lobby befindet sich im Würgegriff ihrer eigenen gefährlichen Fantasie. Sie verleugnet zwar nicht die Wissenschaft, aber die internationale Politik.
Momentan fokussieren sich alle Bestrebungen, die mit dem Klimawandel zu tun haben, auf den großen Gipfel in Kopenhagen im Dezember. Doch die Chancen, dass aus Kopenhagen eine Übereinkunft hervorgeht, die die Ziele für den CO2-Ausstoß erfüllt, wie die Uno sie aufgestellt hat, sind verschwindend gering. Insgeheim werden das auch viele Klimaaktivisten zugeben. Doch Kopenhagen ist der einzige Trumpf weit und breit - und deshalb spielen sie ihn aus.

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