FTD.de » Meinung » Kommentare » Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ein Dollar, eine Stimme
  FTD-Serie: Die Akte Staat

Jahrzehntelang wurde der Staat als träge und fett verunglimpft. Seit die Steuermilliarden sprudeln, gilt er wieder als sexy - und verführt die Deutschen. Sie schwelgen in gefährlicher Nostalgie: Der Staat wird's schon richten.

Merken   Drucken   12.09.2007, 19:06 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ein Dollar, eine Stimme  

Der Pendelschlag weg vom Staat ist zu weit gegangen und hat die Demokratie beschädigt. Um zurück in die Balance zu finden, brauchen wir globale Regeln für die globalen Märkte.
Die Demokratie ist ökonomisch ineffizient, das wusste schon Friedrich von Hayek. Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher, die ihren Hayek angeblich stets in ihrem Handtäschchen trug, sah das als Rechtfertigung zum Abbau des Staates, zur Privatisierung, zum Zurückschneiden von Demokratie und Gewerkschaften. Das Vereinigte Königreich sollte endlich effizient werden.

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