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Merken   Drucken   25.06.2009, 12:46 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Finanzmärkte sind dumm  

Experten bemühen sich, die Erholung der Aktienmärkte und Rohstoffpreise als den Beginn eines Aufschwung zu deuten. Das führt in die Irre. von Heiner Flassbeck
Heiner Flassbeck ist Chefökonom der Uno-Handelsorganisation Unctad in Genf.
Schaut man dieser Tage in die Zeitungen, springt einem die Verzweiflung vieler Journalisten und ihrer ständigen volkswirtschaftlichen Berater in den Banken und sonstigen Finanzunternehmen sofort ins Auge. An vielen Märkten gibt es schon seit Monaten eine vermeintliche Wende zum Guten - aber niemand weiß genau, warum das passiert, obwohl der reale Abschwung noch nicht einmal seinen Tiefpunkt gefunden hat.
Rund um die Welt haben die Aktienmärkte seit Anfang März zugelegt. Der Ölpreis und der Preis vieler anderer Rohstoffe wie Sojabohnen und Weizen haben sich von der Talsohle gelöst, die Währungen einiger vorher arg gebeutelter Länder wie Ungarn oder Australien steigen wieder, und die Kurse von Staatsanleihen fallen, was deren Renditen steigen lässt. Man könnte auch noch anführen, dass sich die Zinsspreads einiger Länder der Euro-Zone wieder vermindert haben.

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