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Merken   Drucken   18.02.2009, 19:58 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Grün aus der Krise  

Um aus der weltweiten Rezession zu kommen, müssen die Regierungen koordinierte Konjunkturanreize schaffen. Dabei gilt es jedoch sicherzustellen, dass die jetzt entstehende neue Wirtschaftsordnung ökologischer und gerechter wird. von Ban Ki-Moon und Al Gore
Die Ausgabenprogramme dürfen nicht dazu dienen, Fehlverhalten zu bewahren. Wirtschaftliche Anreize zu schaffen ist für die Regierungen weltweit das Gebot dieser Tage. Aber die Politiker dürfen nicht nur auf Konjunkturanreize setzen. Sie müssen auch sicherstellen, dass die sich jetzt entwickelnde neue Wirtschaftsordnung für uns und diesen Planeten nachhaltig sein wird.
Wir benötigen wirtschaftliche Anreize und langfristige Investitionen, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: eine Politik, die unsere dringenden ökonomischen und sozialen Bedürfnisse erfüllt, die aber auch eine neue grüne Weltwirtschaft schafft. Kurz gesagt: Ökologisches Wirtschaften muss zu unserem Mantra werden.
Eine weltweite Rezession erfordert einen weltweiten Lösungsansatz. Wir benötigen eine eng koordinierte Wirtschaftspolitik aller großen Volkswirtschaften. Eine Politik nach dem Prinzip "Schädige den Nachbarn" müssen wir vermeiden, weil durch überzogene Exportüberschüsse zwar der Wohlstand im eigenen Land deutlich gehoben, im Nachbarland aber die gegenteilige Wirkung erzeugt wird. Dieser fatale Ansatz hat zur Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderts beigetragen.
Koordination ist auch entscheidend, um Preisschwankungen, Währungsspekulationen und Inflation einzudämmen und das Vertrauen von Verbrauchern und Investoren zu behalten. Im November haben die G20-Staaten auf dem Weltfinanzgipfel zugesagt, die Zusammenarbeit zu stärken, um das globale Wachstum wiederherzustellen und das weltweite Finanzsystem zu reformieren. Das muss nun schnell umgesetzt werden.

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