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Merken   Drucken   08.07.2006, 09:30 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Gut gedacht, schlecht gemacht  

Die Rente mit 67 kommt. Dadurch können Bürger auch privat länger fürs Alter sparen - doch ausgerechnet die Regierung konterkariert das, weil sie zusätzlich erzielte Erträge nicht von der Steuer befreit. von Michael Westkamp
Die Bundesregierung hat die Verlängerung der Lebensarbeitszeit beschlossen. Eine richtige Entscheidung - aus sozialpolitischen wie aus demografischen Gründen. Die Rente mit 67 muss kommen.
Ein Beispiel verdeutlicht dies auf eindrucksvolle Weise: 1960 bezogen die Bundesbürger durchschnittlich zehn Jahre lang ihre Rente. Heute sind es 17 Jahre, Tendenz steigend. Und die Einnahmen werden nicht höher.
Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird die gesetzliche Rentenkasse entlasten. Für die private Altersvorsorge birgt sie dagegen Gefahren. So muss die Regierung zur Einführung der Rente mit 67 ein Gesetz überarbeiten, um sich mit ihrem Willen zur Förderung von privatem Altersvermögen nicht unglaubwürdig zu machen. Bisher ist nicht zu sehen, dass die Regierung das Problem erkannt hat.

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