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  FTD-Serie: Die Zukunft der Zeitung

Die Debatte um die Zukunft der Zeitung gewinnt an Brisanz: Die Traditionsblätter "Le Monde" und "New York Times" sind in einer Krise, die Deutsche Post erwägt einen Angriff mit Gratiszeitungen, zwischen Öffentlich-Rechtlichen und den Verlagen eskaliert der Streit im Internet.

Mit Kommentaren, Gastbeiträgen und Features entwirft die FTD Szenarien, stellt Akteure und Geschäftsmodelle vor. Die Debatte um die Zukunft des Qualitätsjournalismus geht keinesfalls nur Journalisten an, sondern auch Sie, den Leser.

Merken   Drucken   08.05.2008, 11:23 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Hans-Joachim Otto: Digital ist nicht legal  

Die öffentlich-rechtlichen Sender werden immer stärker zu Anbietern elektronischer Presseprodukte im Netz. Die gebührenfinanzierte Expansion verzerrt den Wettbewerb und verringert die Vielfalt.
In seiner Selbstwahrnehmung ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk der einzig mögliche Garant für qualitativ hochwertige Informationsdienstleistungen. In einer immer stärker kommerzialisierten Medienlandschaft "bedarf es eines leistungsfähigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Garant für gut recherchierte, verlässliche, von kommerziellen Interessen freie Informationen" - so wird die gebührenfinanzierte Omnipräsenz öffentlich-rechtlicher Inhalte in der Digitalstrategie der ARD legitimiert. Das gelte nicht nur für den Rundfunk, das klassische Betätigungsfeld von ARD, ZDF und Co., sondern explizit auch im Internet. Dort können nach Ansicht der ARD-Strategen kommerzielle Anbieter allein "die verfassungsrechtlich geforderte Informationsfreiheit nicht gewährleisten".
So große Sympathien dem öffentlichen Rundfunk als Bestandteil des dualen Rundfunksystems zustehen, so energisch muss seinen ausufernden Internetaktivitäten entgegengetreten werden. Es wird immer deutlicher, dass die gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten versuchen, sich zu Anbietern elektronischer Presseerzeugnisse im Internet zu entwickeln. Das ist so unzulässig wie unnötig - und das aus mehreren Gründen.

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