FTD.de » Meinung » Kommentare » Stiglitz - Lasst die Armen mitentscheiden

Merken   Drucken   20.07.2009, 19:03 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Stiglitz - Lasst die Armen mitentscheiden  

Die Entwicklungsländer leiden unter der Wirtschaftskrise, die die Amerikaner verursacht haben. Deshalb müssen sie eingebunden werden, wenn es um eine neue Weltfinanzordnung geht. von Joseph Stiglitz
Während in den USA nach wie vor über die "grünen Triebe" der wirtschaftlichen Erholung diskutiert wird, verschlechtert sich die Situation in vielen Teilen der Welt, vornehmlich in den Entwicklungsländern. Der Abschwung in den USA begann mit dem Zusammenbruch des Finanzsystems, der rasch zu einem Rückgang in der Realwirtschaft führte. Aber in den Entwicklungsländern verläuft es genau umgekehrt: Ein Rückgang der Exporte, sinkende Überweisungen aus dem Ausland, geringere ausländische Direktinvestitionen und steile Rückgänge der Kapitalflüsse haben die Volkswirtschaften geschwächt. Infolge dessen stehen nun auch Länder mit guten Regulierungssystemen vor Problemen im Finanzsektor.
Ende Juni beschäftigte sich eine Konferenz der Vereinten Nationen mit den Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf die Entwicklungsländer. Die Teilnehmer waren sich einig, sowohl hinsichtlich der Ursachen des Abschwungs als auch in der Frage, warum die Entwicklungsländer so schwer davon betroffen sind. Sie skizzierten mögliche Maßnahmen und etablierten eine Arbeitsgruppe, die den Weg aus der Krise erkunden sollte.
Diese Übereinkunft war bemerkenswert: Die Uno fand eine in vielerlei Hinsicht deutlichere Beschreibung der Krise und der notwendigen Maßnahmen als die G20. Sie zeigte damit, dass Entscheidungsfindung nicht auf einen exklusiven Klub beschränkt sein muss, der ohne politische Legitimation größtenteils von denjenigen dominiert wird, die einen beträchtlichen Teil der Verantwortung dafür tragen, dass diese Krise überhaupt entstehen konnte. Die Einigung beweist den Wert eines inklusiven Ansatzes - indem sie zum Beispiel Fragen diskutiert, die manche der größeren Länder nicht selbst aufwerfen, oder indem sie auf Belange hinweist, die die Ärmsten betreffen, auch wenn sie für die Reichsten von geringer Bedeutung sind.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 21.07.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
Kommentar schreiben Pflichtfelder*




  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  18:35 Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote