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Merken   Drucken   10.10.2008, 09:53 Schriftgröße: AAA

Internationale Pressestimmen: "Der Kapitalismus ist noch nicht am Ende"  

Die Finanzkrise hat die Märkte fest im Griff, weltweit sind die Leitindizes abgestürzt: Derweil debattieren die europäischen Zeitungskommentatoren über kommende Großmächte, Weltfrieden - und den Kapitalismus an sich.
"ABC" (Madrid, Spanien):
"In den vergangenen Wochen gab es staatliche Eingriffe in das Wirtschaftssystem, die bis vor kurzem undenkbar waren. Die Behauptung, wir stünden vor einem weltweiten Scheitern des Kapitalismus, ist jedoch in jeder Hinsicht ein Trugschluss. Der Kapitalismus ist kein Dschungel von Einzelinteressen und der Staat nicht allein dazu da, die Interessen der Großkonzerne zu schützen. Dies glauben bestimmte Teile der Linken. Kein halbwegs vernünftiger Liberaler vertrete die Ansicht, der Staat solle sich aus der Wirtschaft ganz heraushalten. Die Krise zeigt, worin die Aufgaben des Staates liegen: Er muss die Spielregeln festlegen und für deren Einhaltung sorgen. Wenn man aus der Krise die richtigen Lehren zieht, geht der Kapitalismus gestärkt daraus hervor."

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