Die Nachricht von der krankheitsbedingten Pause des charismatischen Apple-Chefs hat die Investoren geschockt. Zu recht, denn der Manager, der wohl eines der größten Comebacks eines Technologiekonzerns verantwortet, ist nicht zu ersetzen: Die Kombination aus Gespür für Produkte und Design, sein Auftreten sowie seine intern oft diktatorische Art, die den Erfolg möglich gemacht haben, gibt es derzeit innerhalb Apples und wohl auch außerhalb nicht.
Umso fahrlässiger vom Aufsichtsrat des Konzerns ist es da, nicht stärker darauf gedrängt zu haben, dass Apples Top-Manager wie Tim Cook, Jonathan Ive, Ron Johnson oder Peter Oppenheimer stärker in das Bewusstsein der Investoren gebracht werden. Spätestens seit dem öffentlichen Auftritt des stark abgemagerten Managers im Juni vergangenen Jahres hätten die Aufseher darauf drängen sollen, dass ein Plan B entwickelt wird, um gerüstet zu sein, falls Jobs zeitweise nicht mehr arbeiten kann. Womöglich säße der Schock über die Pause nicht so tief.