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Merken   Drucken   14.11.2008, 12:10 Schriftgröße: AAA

Kommentar: Comeback der Hillary Clinton  

Washington ist derzeit die Welthauptstadt der Listen, der Namenslisten. Scharen von Reportern und Politikinsidern sind mit nichts anderem beschäftigt, als auf diesen Listen die Namen von Menschen zusammenzutragen, die in der neuen US-Regierung Posten besetzen könnten - neuer Name: Hillary Clinton. von Hubert Wetzel
Das ist ein lustiges Spielchen - mehr aber auch nicht. Denn die Leute, die wirklich wissen, wen Barack Obama  für welchen Job ernsthaft in Erwägung zieht, reden nicht. Und diejenigen, die reden - zumeist irgendwelche anonymen "Berater" - wissen in der Regel nichts. So kommen am Ende der ganzen Spekuliererei Listen heraus, die auch ein Marsmensch zusammenstellen könnte, der sich nach der Landung auf der Erde ein paar Stunden per Google-Suche mit amerikanischer Politik beschäftigt hat.
Insofern ist die Nachricht, Obama erwäge seine einstige Rivalin Hillary Clinton  zur Außenministerin zu machen, mit Vorsicht zu genießen. Kann sein, dass ihr Name auf irgendeiner Liste steht. Kann sein, dass irgendjemand im Beraterkreis Obamas Clinton für eine gute Besetzung hält, und ihren Namen lanciert hat. Ob das tatsächlich so ist, wissen freilich (siehe oben) nur die engsten Obama-Mitarbeiter sowie der Kandidat selbst. Und die reden nicht, schon gar nicht Obama, der derzeit noch nicht mal "Guten Morgen" zu den Reporterhorden sagt, die sein Haus in Chicago belagern.
Um Obama trotz all dieses Nichtwissens einen guten Rat zu geben: Er sollte dringend davon absehen, Hillary Clinton das State Department zu überlassen. Der erste Grund: Es gibt für Obama keinen Grund, seine Regierung mit einer so umstrittenen Politikerin wie Clinton zu belasten. Obama hat "change" versprochen - und damit auch gemeint, dass Amerika die Clintons endlich hinter sich lassen solle. "Change" sollte er liefern.

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