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Merken   Drucken   28.08.2008, 17:22 Schriftgröße: AAA

Kommentar: Drei Gründe gegen Swiss Life  

Bis zu 15 Prozent verlor die Aktie der Swiss Life am Donnerstag, am Nachmittag war sie immer noch mit rund 10 Prozent im Minus. Kein Wunder: der Finanzkonzern leidet unter alten Problemen - und neuen Schwierigkeiten. von Herbert Fromme
Anleger haben mindestens drei Gründe, dem Verwaltungsratsdelegierten Rolf Dörig  und Ceo Bruno Pfister die gelbe Karte zu zeigen. Die Halbjahreszahlen waren - ohne die Sondereffekte aus Unternehmensverkäufen - einfach schlecht. Das hat natürlich mit der Kapitalmarktkrise zu tun, aber auch damit, dass es Swiss Life  vor sieben Jahren schon einmal nicht sehr gut ging. Denn in den Folgejahren musste das Unternehmen vor allem sanieren und konnte wenig in Aktien investieren. Die Folge: Swiss Life stieg erst wieder in den Aktienmarkt ein, als er schon ziemlich oben stand, und leidet jetzt mehr als andere.
Der zweite Grund ist die Entscheidung der Unternehmensführung, den geplanten Aktienrückkauf zum Teil ausfallen zu lassen, um Spielraum für mögliche Zukäufe zu behalten. Das kommt gerade bei Analysten nicht gut an, die Aktienrückkäufen bei ihren Empfehlungen einen hohen Stellenwert geben.
Drittens haben es Dörig und Pfister nicht vermocht, den Märkten den überraschenden Einstieg mit 27 Prozent beim deutschen Vertrieb MLP  zu erklären. Pfister begradigte das zum Teil am Donnerstag, als er die Logik von Swiss Life für solche Einkäufe klarer machte. Die Vertriebe haben schon "preferred partner" bei vielen Produkten. Wenn man da als Anbieter rein will, muss man entweder sehr viel besser sein als die anderen. Oder einer von ihnen muss rausfliegen. Als Eigentümer dagegen reicht es, wenn man bei der Produktqualität auf Augenhöhe mit den anderen Anbietern ist.

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01:57:39 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
MLP 6,268 EUR   +0,35%  0.022
Swiss Life 67,396 EUR   -1,83%  -1.255
  • FTD.de, 28.08.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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