FTD.de » Meinung » Kommentare » Gesamtnote Eins minus für Merkel und Steinbrück

Merken   Drucken   20.10.2008, 11:54 Schriftgröße: AAA

Kommentar: Gesamtnote Eins minus für Merkel und Steinbrück  

Die Bürger sind mehrheitlich angetan vom Krisenmanagement der Bundeskanzlerin und ihres Finanzministers - und zwar völlig zurecht. von Birgit Marschall
Angela Merkel und Peer Steinbrück leisten bei der Bewältigung der Turbulenzen an den Finanzmärkten "sehr gute" bis "gute" Arbeit - das finden 62 Prozent der Bürger, heißt es im jüngsten ARD-"Deutschlandtrend". 21 Prozent beurteilen die Leistung der Großkoalitionäre als "weniger gut", und nur neun Prozent halten sie für "schlecht". Auch das Konkurrenz-Institut Emnid ermittelt mehrheitlich Zufriedenheit: 51 Prozent attestieren Merkel und ihrem Finanzminister in der Emnid-Umfrage gute Arbeit in Zeiten der Finanzkrise, nur 33 Prozent sind weniger zufrieden.
Umfragen, das weiß jeder Politiker im Wahlkampf, sind mit Vorsicht zu genießen. Aber warum soll die Mehrheit nicht auch mal recht haben? Eines machen die Umfragen jedenfalls deutlich: Sie zeigen, dass es der Kanzlerin und ihrem Finanzminister in den vergangenen Tagen ganz gut gelungen ist, ihr dramatisches Handeln ausreichend zu erklären. Merkel trat in mehreren Fernsehsendungen auf, und jedes Mal schaffte es die Pastorentochter aus der brandenburgischen Provinz, die Gründe für das atemberaubend teure Bankenrettungspaket volksnah zu erläutern. Steinbrück ließ sich trotz physischer und psychischer Höchstbelastung in jede Nachrichtensendung schalten, um dort - in für ihn vergleichsweise geduldiger Art - jede noch so verquere Frage ökonomisch minderbewanderter Reporter zu beantworten.
In fünf Tagen zum Megaplan
Gewiss, Steinbrück hat die Lage im Bundestag noch unmittelbar vor der Beinahepleite der Hypo Real Estate (HRE) in fataler Weise schöngeredet. Und zugegeben, Kanzlerin und Minister schreckten lange vor einer großen Lösung zurück. Der britische Premier Gordon Brown war der erste der europäischen Staatenlenker, der in der zweiten Oktoberwoche die Teilverstaatlichung von acht britischen Banken verkündete. Es sieht so aus, als lieferte Brown damit die Blaupause für die Rettungspakete der anderen Staaten. Doch was viele Nörgler gern übersehen: Auch in Deutschland hatte das Nachdenken über den Megaplan zur Rettung des Bankensystems da längst begonnen. Schon am Abend des 5. Oktober, nachdem Finanzminister und Bankenchefs das zweite Rettungspaket für die strauchelnde HRE unter Dach und Fach hatten, wurde der gigantische deutsche Rettungsschirm ausgeheckt.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 20.10.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  27.05. Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote