FTD.de » Meinung » Kommentare » Goldman Sachs - Kampf dem Déjà-Vu

Merken   Drucken   14.07.2009, 13:03 Schriftgröße: AAA

Kommentar: Goldman Sachs - Kampf dem Déjà-Vu  

Selbst wenn die Resultate der US-Bank der Auftakt für eine Serie glänzender Ergebnisse sein sollten, zum Aufatmen gibt es keinen Anlass. Die Branche wird derzeit gut gedopt - und braucht dringend neue Eigenkapitalvorschriften. von Christine Mai (Frankfurt)
Ein Milliardengewinn, der alle Erwartungen übertrifft, fast 25 Prozent Eigenkapitalrendite, steigende Rückstellungen für Boni: Es ist wieder wie früher. Die Ergebnisse, die Goldman Sachs  am Dienstag für das zweite Quartal vorlegte, lassen fast vergessen, dass noch vor rund einem Dreivierteljahr fast alles zusammengebrochen wäre - von der schweren Rezession ganz zu schweigen.
Doch so sehr die Zahlen glänzen mögen, Entwarnung ist noch lange nicht angesagt - weder für Goldman noch für den Rest der Branche. Und das nicht nur, weil Goldman Sachs aus mehreren Gründen nicht mit den anderen vergleichbar ist: So ist das auf das Investmentbanking ausgerichtete Haus perfekt gerüstet, um den derzeitigen Boom an den Anleihe- und Aktienmärkten auszunutzen - und wird nicht von den Kreditausfällen und steigenden Rückstellungen etwa im Geschäft mit Konsumentenkrediten oder Hypotheken getroffen, die in den Bilanzen von Wettbewerbern wie JP Morgan Chase  oder Citigroup  im zweiten Quartal tiefe Spuren hinterlassen haben dürften.
Vorsicht ist vor allem deshalb geboten, weil die Erholung im Bankensektor kaum nachhaltig sein dürfte - und nicht "hausgemacht", also durch solides Geschäft erwirtschaftet ist. Die Talente mögen fleißig trainiert haben, doch ohne das Doping von Staaten und Zentralbanken wären sie nicht wettbewerbsfähig. Diese sollten die vielleicht einmalige Chance nutzen und zumindest versuchen, die Branche zu bändigen - am besten mit harten, konsequenten und intelligenten Eigenkapitalvorschriften.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • FTD.de, 14.07.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  18:35 Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote