Als Gast bei Freunden benimmt man sich andersIn der zweiten Halbzeit brachen dann alle Dämme: rüde Fouls, hässliche Tritte, Rudelbildungen, Schubsereien und Kopfstöße. Man hatte das Gefühl versehentlich ein Rugbyspiel ohne Regeln eingeschaltet zu haben. Es ist bedauerlich, dass eine der beiden Mannschaften ins Viertelfinale einziehen musste. Es wäre besser gewesen, wenn beide Mannschaften nach dieser Vorstellung das Turnier hätten beenden müssen. Als Gast bei Freunden benimmt man sich eigentlich anders.
Die Portugiesen, die bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea schon einmal eine Partie mit lediglich neun Spielern beenden mussten (es war das letzte Gruppenspiel gegen Gastgeber Südkorea), täten gut daran, im Viertelfinale gegen England auf derartige Härte zu verzichten. Andernfalls könnte das Spiel am kommenden Samstag in Gelsenkirchen in eine handfeste Kneipenschlägerei ausarten.
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