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Merken   Drucken   13.08.2008, 13:25 Schriftgröße: AAA

Kommentar: MLP - keine guten Gründe gegen Übernahme  

Uwe Schroeder-Wildberg, Chef von MLP, sucht dringend Argumente gegen eine Übernahme durch AWD. Die Halbjahreszahlen liefern sie nicht. Denn MLP hat große Probleme im Kerngeschäft. Die Aktie dümpelt. Und Größe spielt in dem Geschäft eine wichtige Rolle. von Herbert Fromme
MLP-Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg sucht dringend gute Gründe gegen eine Übernahme durch den Rivalen AWD  und dessen Muttergesellschaft Swiss Life. Die am Dienstag vorgelegten Halbjahreszahlen liefern sie nicht. Denn MLP  hat große Probleme im Kerngeschäft. Ohne die fast automatisch ablaufende Erhöhung der Riester-Beiträge, die 2008 zum letzten Mal stattfand, stagniert MLP bei Umsatz und Gewinn. In der Vermittlung von Krankenversicherungen oder der Vermögensverwaltung geht der Umsatz sogar dramatisch zurück.
Schroeder-Wildberg verweist auf die Markttrends. Damit hat er Recht. Aber Anleger haben auch Recht, die von MLP erwarten, dass sich das Unternehmen positiv vom Markttrend abhebt - schließlich hat es immer auf seine spezielle Klientel, den besonderen Typ von Vertreter und die gute Beratung verwiesen. Ein deutliches Alarmzeichen: MLP gelingt es nicht mehr, die ausgeschiedenen Vertreter zu ersetzen. Bisher war die Zahl der Verkäufer für Schroeder-Wildberg eine der wichtigsten Zielgrößen, jetzt will er nicht einmal mehr eine Prognose für das Jahresende 2008 wagen.
Die MLP-Aktionäre hatten in den vergangenen Jahren wenig Freude an ihrem Papier. Das gilt erst Recht für zahlreiche Vertreter, die zu 100 Euro oder 150 Euro kauften und sich dafür sogar verschuldeten - jetzt steht die Aktie trotz rasantem Anstieg seit Dienstag bei 13,95 Euro. Für Aktionäre ist der Ausstieg jetzt attraktiv.

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02:17:06 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
MLP 6,268 EUR   +0,35%  0.022
AWD 31,2 EUR   -1,23%  -0.39
  • FTD.de, 13.08.2008
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