Die Begründung klingt plausibel: Das Geschäft läuft gut, der Wert der Sendergruppe dürfte also steigen - dieses Potenzial möchte man nur ungern einem neuen Eigentümer überlassen. Doch was auf den ersten Blick so entschieden klingt, dürfte zu einem goßen Teil Taktik sein. Saban sendet mit seiner Aussage ein Signal an potenzielle Erwerber: Nötig haben wir den Verkauf nicht, wir sitzen am längeren Hebel.
Und sie ist eine Aufforderung, das Portemonnaie zu öffnen: Die Aktie ist deutlich gestiegen, die Aussichten für 2006 sind gut. Billiger geht der Sendekonzern daher gewiss nicht über den Tisch, stattdessen dürfte Saban sogar mehr Geld haben wollen, als er von Springer bekommen hätte. Käme ein Investor mit ausreichend tiefen Taschen, das heutige Bekenntnis, die Gruppe zu behalten, hätte wohl kaum noch Bestand.