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Merken   Drucken   16.04.2007, 10:14 Schriftgröße: AAA

Kommentar: Selbstmörderischer Impuls  

"Corporate Social Responsibility" ist in der Wirtschaft angesagt. Doch sie bringt den Unternehmen wenig - und ist gesellschaftspolitisch ein gefährlicher Irrweg. von Olaf Gersemann
BMW  und Deutsche Bank  tun es, BASF  und Bayer  auch, Siemens  und SAP  ebenso: Sie alle geben sich als "Corporate Citizens", die "Corporate Social Responsibility" (CSR) übernehmen. Eine Google-Suche nach "Corporate Social Responsibility" liefert derzeit 1,3 Millionen Treffer - genauso viel wie Google-Recherchen nach "Shareholder-Value" oder "Market-Economy". Sich "sozial verantwortlich" zu nennen ist für Manager heute etwa so kühn, wie gegen Sklaverei, thermonukleare Kriege und Witwenverbrennungen zu sein.
Diese Entwicklung ist bedenklich. Denn den Unternehmen selbst nutzt CSR wenig. Auf der anderen Seite schadet sie zuweilen sogar den vordergründig Begünstigten. Und vor allem lenkt sie die wirtschaftspolitische Debatte in falsche Bahnen - gerade in Zeiten, da etwa die EU-Finanzminister ohnehin schon "eine faire Verteilung von Gewinnwachstum einfordern.

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