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Merken   Drucken   07.06.2009, 19:47 Schriftgröße: AAA

Leitartikel: Arcandors Ende nach Wahl  

Die Politik entscheidet, ob der Konzern Staatshilfe bekommt, oder in die Insolvenz geht. Doch egal, wie die Entscheidung ausfällt: In einem Jahr wird es den Konzern so nicht mehr geben.
Die Arcandor -Mitarbeiter können einem leidtun. Sie protestieren, sammeln Unterschriften, besetzen Kaufhäuser - alles in der Hoffnung, der Konzern und ihre Arbeitsplätze ließen sich irgendwie erhalten. Montag soll für sie der Tag der Wahrheit sein, wenn in Berlin über die Anträge auf Staatshilfe entschieden wird. Doch die Hoffnung ist naiv. Egal, ob die Politik Hilfe gewährt oder nicht, die wichtigste Entscheidung ist bereits gefallen: Spätestens in einem Jahr wird es den Arcandor-Konzern in seiner heutigen Form wohl nicht mehr geben.
Was überhaupt übrig bleiben wird, kann heute mit Sicherheit noch niemand sagen. Doch ein Blick auf die möglichen Zukunftsszenarien macht deutlich, dass es in jedem Fall nicht viel sein wird.
Die geringsten Einschnitte gäbe es, wenn die Regierung doch noch Hilfe aus dem Deutschlandfonds spendieren würde. Damit rechnet angesichts der Bedenken aus Brüssel und der Kanzlerin aber nicht einmal mehr Arcandor. Selbst wenn es doch noch zum Wunder käme, würden Bundesregierung und EU-Kommission die Hilfe nicht ohne Auflagen zulassen. Die Karstadt-Warenhäuser, so viel scheint sicher, werden in irgendeiner Form mit dem Konkurrenten Kaufhof zusammengelegt. Wie es aussieht, wird dabei der Metro -Konzern die Hoheit über die neue Deutsche Warenhaus AG bekommen. Für viele unprofitable Karstadt-Häuser heißt das: Schließung.

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20:03:26 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Metro 22,645 EUR   +0,73%  0.165
Arcandor 0,026 EUR   0,00%  0
  • Aus der FTD vom 08.06.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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