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Merken   Drucken   14.04.2009, 21:36 Schriftgröße: AAA

Leitartikel: Das alte Leid in Nordkorea  

Die Hoffnungen, dass ein geschwächter Kim Jong-il sein Land wieder salonfähig macht, wurden enttäuscht. Der Westen muss sich weiter mit derselben Clique arrangieren.
Nicht nur für die USA des George W. Bush ist er das Gesicht des Bösen: Kim Jong-il, nordkoreanischer Diktator in zweiter Generation, gekleidet in braune Anzüge und Plateauschuhe. Sein Schicksal verhält sich traditionell umgekehrt zu jenem des Landes und der internationalen Gemeinschaft. Ist er stark, leiden die Bevölkerung und das Sicherheitsempfinden in der Welt.
Groß waren daher zuletzt die Hoffnungen, dass dies andersherum genauso gilt und dass sich in Nordkorea ohne den Staatschef etwas zum Guten ändert. Schließlich war Kim monatelang verschollen, Beobachter spekulierten über eine Krankheit oder gar den Tod des "Geliebten Führers".
Der angeblich endgültige Ausstieg aus den Gesprächen über das Atomprogramm und die Reaktivierung der nuklearen Anlagen machen nun deutlich: Selbst mit einem angeschlagenen Kim ändert sich auf der Koreanischen Halbinsel auf absehbare Zeit nichts.

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