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Merken   Drucken   29.10.2008, 20:36 Schriftgröße: AAA

Leitartikel: Ein Fall für den Chef - wäre es gewesen  

Die Zustimmung des Verkehrsministeriums für Boni an den Bahnvorstand ist ein schwerer politischer Schnitzer. Mit dem Rauswurf eines Staatssekretärs ist es nicht getan - Minister Tiefensee schuldet der Öffentlichkeit eine Erklärung, warum eine derart wichtige Frage keine Chefsache ist.
Man muss sich das Ganze so vorstellen: Da steht eine Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats an, in der es um die heikle Detailfrage Bonuszahlungen an das Management in der noch viel heikleren Angelegenheit Börsengang geht. Und der Verkehrsstaatssekretär spricht weder vor dem Treffen mit seinem Minister ab, wie er als Vertreter des Eigentümers Bund im Kontrollgremium stimmen soll, noch informiert er seinen Vorgesetzten nach der Sitzung.
An dieser Darstellung von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee kann man durchaus zweifeln. Doch selbst wenn es tatsächlich zutrifft, dass Staatssekretär Matthias von Randow in der politisch hochbrisanten Bonusfrage einen Alleingang hingelegt hat, ist die Angelegenheit mit dem Rauswurf des Spitzenbeamten nicht geklärt.

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