FTD.de » Meinung » Kommentare » Haniel - Zwei Jobs sind einer zu viel

Merken   Drucken   01.07.2009, 20:42 Schriftgröße: AAA

Leitartikel: Haniel - Zwei Jobs sind einer zu viel  

Verantwortlich für den Krach zwischen Celesio und seinen Mehrheitseigentümer ist der Alleingang von Celesio-Chef Oesterle. Doch das Problem liegt viel tiefer: Für Haniel rächt sich jetzt, dass der wichtigste Manager des Familienkonzerns zu viele Funktionen ausfüllen muss.
Jahrzehntelang ist der Haniel-Clan mit einem simplen Motto gut gefahren: Schweigen und Geld verdienen. Da konnte der Familienkonzern von der Ruhr noch so rasant expandieren, der Aufstieg zu einem der mächtigsten Handelshäuser der Welt erfolgte still und diskret. Es gab kaum ein Großunternehmen in Deutschland, über dessen Innenleben die Öffentlichkeit so wenig wusste wie über Haniel - obwohl dahinter 618 Familiengesellschafter stecken, was eigentlich reichlich Potenzial für Krach bergen müsste.
Dass es mit der Diskretion nun vorbei ist, hat sich der Clan, zu dessen Imperium der Pharmagroßhändler Celesio  und eine Beteiligung am Handelskonzern Metro  gehören, selbst zuzuschreiben. Bereits im Frühjahr drang ein heftiger Familienknatsch um eine Dividendenkürzung nach außen. Auch die quälend lange Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Eckhard Cordes lief alles andere als geräuschlos ab.
Vor allem rächt sich jetzt aber, dass die Familie bis heute gar keinen neuen Chef berufen hat. Schon länger ist vorgesehen, dass Cordes die Führung bei Haniel abgibt und sich auf seinen Chefposten bei Metro konzentriert, wo er in Krisenzeiten hinlänglich gefordert ist. Ein rechtzeitiger Verzicht auf die Doppelfunktion wäre nicht nur aus Gesichtspunkten der Corporate Governance richtig gewesen. Er hätte auch den Knall zwischen der Haniel-Seite und Celesio-Vorstandschef Fritz Oesterle verhindern können.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
20:20:20 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Celesio 11,75 EUR   +0,30%  0.035
Metro 22,645 EUR   +0,73%  0.165
  • Aus der FTD vom 02.07.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  18:35 Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote