Ebay-Firmenlogo vor dem Hauptquartier in San Jose
Jetzt ist das Auktionshaus Ebay an der Reihe, selbst ein Börsenstar und einer der größten Werber auf den Google-Trefferlisten. Die Google-Maschine tut, was sie am besten kann: Sie sucht, und zwar nach neuen Erlösquellen. Also wird jetzt "Google Base" getestet, ein Service, mit dem sich einfach Kleinanzeigen schalten ließen - Gebrauchtwagen, Wohnungen und Zierfische, all das könnte man dann bald bei Google kaufen. Genau wie bei Ebay. Außerdem werkelt die Suchmaschine an einem eigenen Bezahldienst. Auch das ein direktes Konkurrenzprodukt zu Ebays Paypal-System, das in den USA Internetauktionen erleichtert.
Die Zeichen stehen auf Sturm. Schon sprechen die Ersten vom "Ebay-Killer Google". Einige Aktienanalysten haben das Handelshaus bereits herabgestuft.
Vielleicht zu früh. Google hat zwar viele interessante Ideen und kreative Köpfe. Aber bis jetzt hat das Unternehmen mit seinen neuen Services noch nicht gepunktet. Bestes Beispiel ist "Froogle": Der Dienst ermöglicht Produktvergleiche, hechelt aber den etablierten Onlineplattformen wie Shopping.com noch deutlich hinterher. Und Shopping.com wurde vor kurzem von Ebay geschluckt. Auch Online-Bezahlsysteme sind nicht automatisch von Erfolg gekrönt. Erst kürzlich hat Yahoo sein Paydirect-Feature vom Netz nehmen müssen. Dass für Googles Me-Too-Strategie andere Gesetze gelten, darf mit Recht bezweifelt werden.