Denn gegen böse Schläge der Natur kann es schnelle Hilfe von außen geben - den Sturz eines Tyrannen kann und darf die Staatengemeinschaft aber nur im völkerrechtlichen Ausnahmefall organisieren.
Der Ruf nach einer Intervention der Uno, der EU oder der USA hilft deshalb nicht weiter. Wenn in Simbabwe überhaupt von außen Einfluss genommen werden kann, dann nur durch die afrikanischen Nachbarn, allen voran die regionale Großmacht Südafrika. Sind sie sich einig, dass der politische Druck auf Mugabe massiv erhöht werden muss, dann kann auch der Westen helfen.
Der erste Schritt der Afrikaner sollte darin bestehen, dass sie Mugabe endlich offen die Legitimation absprechen. Spätestens seit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai seine Kandidatur zurückgezogen hat, weil er um das Leben seiner Anhänger fürchtet, ist offenkundig, dass sich Mugabe nur noch mit blutiger Repression an der Macht hält. Selbst wenn ihm viele noch immer Verdienste als Freiheitskämpfer zubilligen - sein aktuelles Verhalten ist durch nichts mehr zu rechtfertigen.
Solcher Klartext fehlt aber nach wie vor. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki, der die Krise lange ignorierte, hat sich zwar zuletzt als Vermittler versucht. Es gibt aber nichts zu vermitteln, solange Mugabe sich für unantastbar erklärt.
Verhandlungen werden nötig sein, um einen friedlichen Deal zwischen der Opposition und Mugabes Schlägerclique zu finden. Die Zeit des Staatschefs ist aber abgelaufen. Es wäre ein historischer Schritt, wenn seine afrikanischen Kollegen das verkünden würden.