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Merken   Drucken   25.06.2009, 16:20 Schriftgröße: AAA

Notverkauf von Merrill Lynch: Bernanke hält sich für "höchst integer"  

Fed-Chef Bernanke nimmt vor dem Kongress Stellung zu seiner Rolle bei der Fusion von Bank of America und Merrill Lynch. Republikaner wollen ihn loswerden, Demokraten verteidigen ihn. Der Notenbankchef kämpft - und weist alles von sich. von Tobias Bayer (Frankfurt)
US-Notenbankchef Ben Bernanke hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, bei dem Notverkauf von Merrill Lynch an Bank of America  seine Kompetenzen überschritten zu haben. "Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Aktionen, das Rettungspaket für den Kauf eingeschlossen, von größter Integrität waren. Sie stärkten zudem beide Unternehmen und stabilisierten die Finanzmärkte. Alles geschah in äußerst ungewöhnlichen Umständen, in Zeiten großer Gefahr sowohl für das Finanzsystem als auch für die Wirtschaft", sagte Bernanke vor dem US-Repräsentantenhaus.
Bernanke fasste in seiner Stellungnahme den gesamten Ablauf kurz zusammen. Demnach hätte das Management von Bank of America am 17. Dezember zum ersten Mal die Fed informiert, womöglich nicht mit dem im September beschlossenen Kauf fortzufahren. Danach hätte es eine Reihe von Meetings zwischen Bank, Fed und Finanzministerium gegeben.
Am 30. Dezember schließlich hätte der Verwaltungsrat von Bank of America das Festhalten an der Übernahme abgenickt. Am 16. Januar wurde die Transaktion samt einer 20 Mrd. $ Stütze aus dem Bankenrettungspaket Tarp als auch eine Absicherung eines 118 Mrd. $ großen Wertpapierportfolios verkündet. "Wir haben uns auch bei der Information der Öffentlichkeit korrekt verhalten. Weder ich noch ein Mitarbeiter der Fed hatte die Bank angewiesen oder ihr empfohlen, der Öffentlichkeit Informationen vorzuenthalten. Das bezog sich auf Verluste, Vergütungsvereinbarungen als auch Bonizahlungen", sagte Bernanke.

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06:13:08 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Bank of America 8,07 USD   -1,34%  -0.11
  • FTD.de, 25.06.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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