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Merken   Drucken   18.11.2008, 09:25 Schriftgröße: AAA

Pressestimmen: "Auf Opels Untergang vorbereiten"  

Die Chancen der GM-Tochter auf Rettung stehen nicht schlecht, meinen manche Kommentatoren. Missmanagement sollte bestraft werden, fordern andere. Die deutschen Meinungsmacher zeigen sich tief gespalten über ein staatliches Engagement bei Opel.
"Sächsische Zeitung" (Dresden):
"Wie hoch soll sich unser Staat zu Lasten nachfolgender Generationen noch verschulden? In der Portokasse hat er ja das Geld für all die Hilferufe nicht. Es ist nicht Aufgabe des Staates, Missmanagement zu kompensieren. Ob Qimonda oder Opel: Auf ihren möglichen Untergang sollte der Staat sich vorbereiten. Indem er in Bildung investiert, damit innovative Firmen später einmal genug Personal haben, um die Lücken zu schließen, die Qimonda und Opel hinterließen."
"Landeszeitung Lüneburg":
"Opel kann für die dramatische Krise des Mutterkonzerns General Motors am wenigsten. Denn Opel baut gute Autos, hat viele kleinere Modelle, Spritsparer sowie Erdgas-Fahrzeuge im Programm. Der US-Riese GM hingegen produziert bis heute glatt am Markt vorbei. Doch die Absatzkrise ist es nicht allein: GM ächzt schon lange unter den gewaltigen Pensionslasten. Der Strudel, in den Opel mit hineingezogen wird, ist einer, den auch verfehlte US-Sozialpolitik ausgelöst hat. Natürlich können für so etwas keine deutschen Steuergelder eingesetzt werden. Andererseits muss man die große Zahl von Arbeitsplätzen ins Kalkül ziehen, die hierzulande vom Auto abhängen. Wie wäre es aber mit einer Alternative zur hilfreichen Hand von Vater Staat: Daimler und BMW kaufen GM Opel einfach ab - und entwickeln dann gemeinsam markt- und umweltgerechte Fahrzeuge."

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