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Merken   Drucken   24.06.2009, 10:33 Schriftgröße: AAA

Pressestimmen: "Beim Thema Afghanistan Tacheles reden"  

Der Tod dreier Soldaten im Kundus gibt Anlass zu neuen Diskussionen über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Verteidigungsmininister Jung will nicht von Krieg sprechen. Die Kommentatoren der deutschen Tageszeitungen fordern klare Stellungnahmen der Politik.
"Neue Presse" (Hannover):
"Die Angriffe werden weiter zunehmen, je näher die Wahlen in Afghanistan und hier in Deutschland rücken werden. Bundeswehrsoldaten liefern sich regelrechte Schlachten mit Taliban-Kämpfern. Die Zeit des Schönredens ist vorbei. Die Wähler lassen sich nicht täuschen und die Soldaten, ob in der Heimat oder im Einsatz, schon gar nicht. Beim Thema Afghanistan muss die Bundesregierung Tacheles reden, will sie verhindern, dass Rattenfänger damit im Wahlkampf punkten."
"Sächsische Zeitung" (Dresden):
"Wer Soldat in Afghanistan ist, befindet sich im Kriegseinsatz - er ist kein Entwicklungshelfer. Die Schönrederei, die die Bundesregierung lange Zeit gepflegt hat, trug mit dazu bei, dass die Mission in Afghanistan in der deutschen Bevölkerung nicht sonderlich beliebt ist."
"Berliner Morgenpost":
"Längst ist der Norden Afghanistans nicht mehr die vermeintlich ruhige Region. Dass sich die Lage auch im Norden dramatisch verschärft hat, liegt vor allem an drei Gründen: Aus dem Süden rücken vor den US-Streitkräften flüchtende Taliban-Krieger vor, über die unkontrollierbare 2500 Kilometer lange Grenze zu Pakistan sickern immer mehr Gotteskrieger ein, und drittens wissen die Taliban- Strategen sehr wohl um die öffentliche Wirkung in Deutschland, wenn - wie gestern - Soldaten der Bundeswehr getötet werden. Angesichts dieser Lage weiter von einem "Stabilisierungseinsatz" der Bundeswehr in Afghanistan zu sprechen, wie es Verteidigungsminister Jung tut, stößt bei immer mehr Soldaten auf Unverständnis."

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