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  FTD-Serie: Spezial: Der neue Papst

Er ist der erste deutsche Papst seit 480 Jahren: Joseph Ratzinger, der sich jetzt Benedikt XVI. nennt. Alles über das neue Oberhaupt der Katholischen Kirche, seine Wahl und den Vatikan lesen Sie in unserem Spezial.

Merken   Drucken   20.04.2005, 09:53 Schriftgröße: AAA

Pressestimmen: Benedikt XVI. steht für Kontinuität  

Die Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger zum neuen Papst Benedikt XVI. beherrscht die Kommentare der internationalen Presse. Die meisten Kommentatoren sehen in ihm aber nur eine Übergangslösung. Nachfolgend eine Auswahl:
Titelseiten internationaler Zeitungen nach der Wahl von Benedikt XVI.   Titelseiten internationaler Zeitungen nach der Wahl von Benedikt XVI.
La Repubblica (Rom): "Seine Reise nach Köln hat er schon bestätigt, aber er hat auch durchblicken lassen, dass er nach Polen fahren will, in das Heimatland seines Vorgängers Karol Wojtyla. Das ist nicht nur eine formelle Ehrung, eine protokollarische Geste. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Es waren die deutschen und polnischen Bischöfe, die während des Zweiten Vatikanischen Konzils (in den 60er Jahren) eine Brücke über die Ruinen des Krieges schlugen, indem sie sich gegenseitig vergaben. Heute wird der neue Pontifex versuchen, mit dieser Reise die zwei Seelen Europas wieder zu stärken. Die Identität Europas ist eines der Schlüsselthemen seiner jüngsten Bücher und Reden. Dies wird gleichzeitig ein politisches und spirituelles Pontifikat werden, das auch reich an Überraschungen ist."
Corriere della Sera (Mailand): "Die Kirche vertraut sich einem Mann von 78 Jahren mit einem kindlichen Gesicht an, einem Schüchternen mit großer Energie und einer Kultur, die Augustinus in nichts nachsteht. Er wird ein geliebter und gefürchteter Papst sein, ein Intellektueller mit Zügen eines Hirten. Das hatte es noch nie zuvor gegeben, dass ein Papst seine Rede an die Welt 24 Stunden vor seiner Wahl hielt, während der Messe zum Auftakt des Konklave. In diesen Worten, die er einen Tag bevor er Benedikt XVI. wurde zu den Kardinälen sprach, liegt ein ganzes Pontifikats-Programm, das man zusammenfassen kann, als wäre es ein Motto: ´Wahrheit und Barmherzigkeit´."

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  • dpa, 20.04.2005
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