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Merken   Drucken   19.05.2008, 09:46 Schriftgröße: AAA

Pressestimmen: "Bildung bleibt bestes Mittel gegen Armut"  

Aktuellen Zahlen der Bundesregierung zufolge fällt jeder achte Deutsche unter die Armutsgrenze. Die Zeitungskommentatoren machen nicht nur politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen dafür verantwortlich - manche Menschen seien schlicht selbst schuld.
"Sächsische Zeitung" (Dresden):
"Bildung und Ausbildung bleiben das beste Mittel gegen Armut. Mehr Hilfe für Familien, für Alleinerziehende, flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten, eine bessere Begleitung von gefährdeten Jugendlichen während Schul- und Ausbildungszeit - wer dieses Gesamtpaket schnürt und immer wieder nachjustiert, macht Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit; damit jeder durch eigener Hände Arbeit einen Lohn erhalten kann, der vielleicht nicht reich macht, aber ein Auskommen sichert."
"Braunschweiger Zeitung":
"Die Zahl hat Gewicht. Jeder Achte in Deutschland ist arm hat weniger als 800 Euro netto im Monat zur Verfügung. Das ist verdammt wenig. Wenn wir durch die Stadt gehen, fallen uns diese Menschen nicht auf. Sie betteln nicht, sie leben nicht auf der Straße, sie sind nicht vom Hunger gezeichnet. Armut hat in Deutschland ein anderes Gesicht als in Moldawien, Südafrika oder Indien. Wie können wir die Kluft zwischen Arm und Reich verkleinern? Einfach mehr Steuergelder zu verteilen und zum Beispiel die Hartz-IV-Bezüge aufzustocken, hilft in diesem Fall nicht. Die Hauptursache für Armut ist und bleibt die Arbeitslosigkeit. Eine höhere finanzielle Unterstützung schafft ebengerade keinen Anreiz, sich einen Job zu suchen. Dafür könnte aber zum Beispiel ein Mindestlohn sorgen, von dem der Arbeitnehmer leben kann. Dafür könnte auch eine bezahlbare und flexible Kinderbetreuung sorgen, die es der alleinerziehenden Mutter ermöglicht, berufstätig zu sein.

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