FTD.de » Meinung » Kommentare » "Rächer der Enterbten" - aber unglaubwürdig

Merken   Drucken   25.03.2008, 10:45 Schriftgröße: AAA

Pressestimmen: "Rächer der Enterbten" - aber unglaubwürdig  

Dass CSU-Chef Erwin Huber die Kürzung der Pendlerpauschale wieder zurücknehmen möchte, werten die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen als Effekthascherei, um schon jetzt Stimmen für die Bayern-Wahl im Herbst einzufangen. Ihrer Meinung nach würde die Rechnung nicht aufgehen.
"Westfälischer Anzeiger" (Hamm)
"Wahrscheinlicher als das Wohl der Bürger dürfte CSU-Chef Erwin Huber  bei seiner politischen Kehrtwende in Sachen Pendlerpauschale das Heil seiner Partei im Sinn gehabt haben. Immerhin wird in Bayern im Herbst ein neuer Landtag gewählt. Und nach der verpatzten Generalprobe bei der Kommunalwahl im März kann die CSU gar nicht früh genug mit dem Wahlkampf beginnen. Einen Haken hat die Sache allerdings: Das Steuerloch, das die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale verursachen würde, müssten am Ende auch die Bürger bezahlen. Wenn die bayerischen Wähler das zu früh merken, hätte Hubers Oster-Überraschung nichts gebracht außer Knatsch in der Union."
"Thüringische Landeszeitung" (Weimar)
"Es ist noch nicht lange her, da wurde gerade diese Leistung mit allerlei Wortgeklingel zu Grabe getragen. Und es gelten heute keine anderen Argumente als damals. Wenn sich nun also einer als Rächer der Enterbten aufspielt, dann nur des Stimmenfangs wegen. Warum nicht einfach den Sprit weniger besteuern? Da hätten neben den Pendlern auch andere Autofahrer (und Wahlbürger) etwas davon - etwa die Familien, die viel unterwegs sind, weil Schule und Freizeitgestaltung nicht mit dem Wohnort zusammenfallen. Und das Transportgewerbe würde sich auch freuen... Nur zu: Jetzt ist das verbale Verschenken angesagt."
"Flensburger Tageblatt"
"Die kommenden Bayern-Wahlen werfen schon ihre Schatten voraus. Doch wie auch immer: Die Pendler dürfen sich freuen. Demnächst kommt noch das Bundesverfassungsgericht zu Wort und wird - nach allem, was man hört - die Streichung der Pauschale in aller Form kassieren. Dann weiß es auch der letzte in der Regierung. Und CSU-Chef Huber gerät auf diese Weise nicht in die Verlegenheit, seine neuesten Einsichten wieder zu vergessen."

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • FTD.de, 25.03.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  18.05. Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf "Angela Merkel eiskalt"
Pressestimmen zum Röttgen-Rauswurf: "Angela Merkel eiskalt"

Deutschlands Leitartikler zeigen sich verwundert über Merkels schroffe Art bei Röttgens Zwei-Minuten-Rausschmiss, erkennen dafür aber gute Gründe. Einer sieht die alte Merkel zurückkehren. mehr

 



  27.05. Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten
Vermischtes: Deutsches Mädchen jahrelang als Sklavin gehalten ...

In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre lang als Sklavin gehalten worden. mehr

Mehr zu: Bosnien, Deutsche

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote