"Chefwitzlacher" wurde dieser Speichel leckende Typus einst getauft und ist kaum totzukriegen in deutschen Büroetagen.
Immerhin steckt Kalkül hinter dem gehorsamen Gepruste. Schließlich ist nicht allerorten übermäßiges Talent der Grund für Beförderungen. Eine neue Spezies der Witzempfänger wiehert indes ohne Aussicht auf Geld und Macht, sondern aus gesellschaftspolitischer Gesinnung, was die Sache nicht erträglicher macht: die "Frauenwitzlacherin".
Eine Untersuchung der Berliner Humboldt-Universität ergab, dass Frauen aus Solidarität über Witze lachen, die weiblichen Mündern entspringen. Damit wollen die Damen eine angenehme Atmosphäre schaffen. Wie Barbara Merziger berichtet, können vor allem Feministinnen kaum an sich halten, reißt eine Frau einen Witz. "Synchron bis in die letzte Silbe" hätten sie mit ihr gelacht, schildert die Linguistin.
Hoffentlich gehört Katrin Müller-Hohenstein nicht in diese Kategorie. Sie moderiert am Freitag im ZDF zum ersten Mal das "Aktuelle Sportstudio". Zu Gast ist die Fußballerin Birgit Prinz, was laut Theorie der Humboldt-Uni befürchten lässt, dass die Debütantin prustend in ihr Mikro beißen wird.
Darüber könnten Sie wohl noch schmunzeln, verehrter Geschlechtsgenosse. Was aber, wenn Sie nur mit Damen zusammenarbeiten und auch Ihr Boss dem weiblichen Geschlecht angehört, sie sozusagen von "Frauenchefwitzlacherinnen", dem doppelten Übel, umgeben sind? Bleiben Sie tapfer!