FTD.de » Meinung » Kolumnen » Lucas Zeise - Warum sich nichts ändert

Merken   Drucken   30.03.2009, 18:03 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Lucas Zeise - Warum sich nichts ändert  

Auf dem G20-Gipfel soll das Finanzmonster gebändigt werden. In Wirklichkeit päppeln die Regierungen es. Die Staaten tun alles dafür, dass der Finanzsektor nach der Krise so aufgebläht ist wie davor. von Lucas Zeise
Nichts hat sich an meiner Prognose geändert: Dieser G20-Gipfel wird weder bei der Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise noch bei der Regulierung der globalen Finanzmärkte nennenswerte Fortschritte bringen. Es ist traurig, wie viel Verantwortung die Bundesregierung für das Scheitern in beiden Fragen trägt. Um das dramatische Absacken der weltweiten Nachfrage auch nur halbwegs adäquat zu dämpfen, bräuchte es koordinierte staatliche Ausgabenprogramme. Die Europäer sperren sich dagegen. Vor allem die deutsche Regierung richtet ihre Wirtschaftspolitik danach aus, dass "ihre" Industrie aus der Krise noch stärker herauskommen soll. Die Weltwirtschaftskrise selbst zu mildern oder zu überwinden, das hält sie nicht für ihre Aufgabe.
So weit, so schlecht. Man hätte meinen können, dass Deutschland wenigstens bei der Reregulierung der Finanzmärkte eine konstruktive Rolle spielen könnte. Immerhin rechnen sich Finanzminister Peer Steinbrück und Bundeskanzlerin Angela Merkel hoch an, dass sie beim G7-Gipfeltreffen im Frühjahr 2007 die Überwachung von Hedge-Fonds auf die Tagesordnung gesetzt hatten. Was aber geschieht? Die Bundesregierung erscheint auf dem Londoner G20-Gipfel ohne eigenes Konzept. Die Regulierung der Finanzmärkte ist ihr zwar wichtiger als die Frage, wie die Realwirtschaft weltweit stabilisiert werden kann. Aber offensichtlich auch wieder nicht so wichtig, dass sie wenigstens Minimalziele für den Gipfel formuliert hätte.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 31.03.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
  24.06.2009 Pressestimmen "Beim Thema Afghanistan Tacheles reden"  
Pressestimmen: "Beim Thema Afghanistan Tacheles reden"

Der Tod dreier Soldaten im Kundus gibt Anlass zu neuen Diskussionen über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Verteidigungsmininister Jung will nicht von Krieg sprechen. Die Kommentatoren der deutschen Tageszeitungen fordern klare Stellungnahmen der Politik. mehr

 



Die FTD-Personendatenbank
 


  10.02. Angelina Jolie trifft Guido Westerwelle
Politik: Angelina Jolie trifft Guido Westerwelle (00:00:56)

Bei dem Treffen im Auswärtigen Amt ging es um die Situation der Flüchtlinge. mehr

Mehr zu: Angelina Jolie, Bosnien, Niebel

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote