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  FTD-Serie: G20-Gipfel in London

In der britischen Hauptstadt treffen sich die 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen zum Weltfinanzgipfel. Es geht um eine neue Finanzarchitektur und die Überwindung der globalen Wirtschaftskrise. FTD.de beleuchtet die Hintergründe.

Merken   Drucken   31.03.2009, 20:30 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Münchau - Grenzen der G-Gruppen  

Um den globalen Kapitalismus nach der Krise zu managen, ist die G20 die falsche Institution. Sie kann nicht effektiv arbeiten, weil sie für wirtschaftspolitische Koordinationen einfach zu groß ist. von Wolfgang Münchau
Am Donnerstag findet ein demonstrativer Akt globaler Zusammenarbeit statt. Ob der G20-Gipfel in London für die Weltwirtschaft konkret etwas bringt, ist eher zweifelhaft. Es sieht nicht wirklich gut aus.
Ich möchte diesen Gipfel zum Anlass einer dreiteiligen Kolumnenserie nehmen, die zum Thema hat, wie man den globalen Kapitalismus nach der Krise managen sollte. Heute beschäftige ich mich mit der G20 selbst. Nächste Woche geht es um die Frage, inwieweit man aus dem europäischen Einigungsprozess Lehren für diesen Prozess ziehen kann. Und der letzte Teil stellt die Frage, ob globaler Kapitalismus eine globale Demokratie erfordert und, wenn ja, wie eine solche Demokratie aussehen könnte.
Ein grundlegendes Problem mit dem losen Zusammenschluss der G20-Staaten besteht darin, dass die Gruppe für eine Regierungsveranstaltung zu groß ist, um wirtschaftspolitische Koordination zu ermöglichen. Es gibt Ökonomen, die einmal versucht haben, mit rigorosen mathematischen Methoden zu ermitteln, was die optimale Größe eines effektiven Komitees ist. Im konkreten Fall handelte es sich um einen Zentralbankrat, aber die Erkenntnisse treffen auch auf politische Organisationen zu. Die Antwort lautete, dass Gruppen zwischen fünf und neun, im Durchschnitt also sieben Teilnehmer die besten Ergebnisse lieferten.

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