FTD-Reporter berichten, was sich im Wahlkampf hinter den Kulissen, abseits inszenierter Auftritte, durchgeplanter Parteitage und hektischer Programmdiskussionen, abspielt.
Angela Merkel kann inzwischen sogar die Bayernhymne mitsingen. Mit der korrekten Bezeichnung der Landesfarben tut sie sich aber noch schwer. von Peter Ehrlich
Der Wahlkampfauftakt der CSU am Samstag findet zwar nicht in einem Bierzelt statt, aber ganz ohne Folklore geht es bei den Bayern nicht ab. Für den "steinigen Weg" der nächsten Wochen schenkt die CSU-Spitze Merkel einen Rucksack nebst Haken, Seil und Helm. Als sich die CDU-Chefin für die ganz in "blau-weiß" gehaltenen Geschenke bedanken will, zischt es aus dem Publikum: "Weiß-blau".
Was für den Preußen genau gleich aussieht, ist dem Bayern Prinzip. Immerhin hat Merkel eine gute Entschuldigung für den kleinen Fehltritt: Die Landesfarben von Vorpommern, wo sie ihren Wahlkreis hat, sind blau-weiß.
Den Helm, verspricht die CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin, werde sie "nicht zum Schutz vor der CSU einsetzen". Sie wird ihn wohl gar nicht einsetzen. Vor zehn Jahren als Ministerin hätte sie den Fotografen zuliebe den Helm vielleicht spontan aufgesetzt. Heute weiß sie, dass ein lustiges Foto tagelange politische Arbeit in Frage stellen kann.
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