Das Internetauktionshaus bestätigte, dass einige Wähler versucht hätten, ihre Stimme bei Ebay anzubieten. Das Unternehmen habe dies jedoch unterbunden, weil der Handel mit Wählerstimmen verboten sei, hieß es. Eine Ebay-Sprecherin glaubt an einen Scherz.
Einen Scherz wollten sich wohl auch die CDU-Wahlhelfer machen, die in Fulda Wahlplakate des aus der CDU ausgeschlossenen Direktkandidaten Martin Hohmann zerstört haben. Hohmann tritt als unabhängiger Kandidat in dem Wahlkreis an und könnte den Erfolg des CDU-Kandidaten gefährden. Die flüchtenden CDU-Helfer wurden von der Polizei gestellt und kurzzeitig festgenommen. Die Polizei fand eine Kneifzange in ihrem Auto.
Ob sich die Linksradikalen, die am Freitag das Wahlkreisbüro des Grünen Ströbele besetzt haben, mit einer Kneifzange Zutritt verschafft haben, ist nicht bekannt. Die Besetzer werfen der Justiz in Sachsen-Anhalt Rechtsbruch in einem Verfahren gegen einen mutmaßlichen militanten Extremisten vor. Ströbele verzichtete auf die Polizei. Die Besetzer zogen ab, nachdem sie ihr Anliegen auf einer Pressekonferenz vortragen durften.
Sie sollten zu Fuß gehen, das schont die Umwelt. Überhaupt sollten alle Wähler am Sonntag zu Fuß zur Stimmabgabe in ihr Wahllokal gehen. Nach Angaben des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland kann der Ausstoß von 1000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden werden, wenn die 60 Millionen Wahlberechtigten auf das Auto verzichten. Welches Schuhwerk sich für den Urnengang eignet, teilt der Verband leider nicht mit. Eine Kneifzange ist im Wahllokal aber in jedem Fall verzichtbar.