Es gibt Hotels, die sind nicht einladend, sondern erinnern eher an Unterkünfte, die nur in der Not gebucht werden. Sie tragen Namen wie Kummer, Ernst, Leiden und Trost. Conny Habbel fotografiert die Herbergen für ein Buch und Franz Adrian Wenzl schreibt melancholische, skurrile Geschichten. Entstanden ist ein schauriger Bilderzählband.
In Euskirchen zeigt die Eingangshalle des Hotels mit zweifelhaftem Namen, dass hier spießige Forsthaussymbolik regiert. Franz Adrian Wenzl schreibt darunter von seiner Kindheit. Es geht um Postboten, Wäschespinnen und gebrochene Knochen.