2012 soll das Jahr der Ultrabooks werden. Eine lange Akkulaufzeit, schnelle Betriebsbereitschaft und fehlende Laufwerke zeichnen diese Klappstullen aus, die nicht dicker sein dürfen als 21 Millimeter und nicht schwerer als 1,4 Kilogramm. In denen Strom sparende Intel-Chips verbaut sein müssen und anstelle einer herkömmlichen Festplatte ein Solid-State-Drive (SSD). Kurzum: Ultrabooks sind wie das MacBook Air, Apples superflache Flunder, die sich seit 2008 wie geschnitten Brot verkauft. Aber: Sie laufen mit Windows. Das bislang luftigste und dünnste Ultrabook ist Acers Aspire S5, das auf den Markt kommt, sobald in den nächsten Wochen Intels neuester Ivy-Bridge-Ultrabook-Chip verfügbar ist. An seiner dicksten Stelle wird es mit 1,5 Zentimetern das dünnste seiner Art sein. So dünn, dass ein eingebauter Fahrstuhl den Hintern des Ultrabooks anheben muss, damit man an die HDMI-, USB-3.0- und Thunderbolt-Anschlüsse an der Rückseite kommt. Circa 1300 Euro, www.acer.de
In einem wunderbaren Sketch aus seiner BBC-Show "The One Ronnie" - auf Youtube schon fast 18 Millionen Mal angeklickt - kommt der Komiker Ronnie Corbett in einen Obstladen. "My Blackberry is not working", beklagt er sich und legt eine Brombeere auf den Tisch, die er in der Woche zuvor gekauft haben will. Hat sie keinen Saft mehr, fragt der Verkäufer? Die Antwort: "No, it's completely frozen!" Darauf folgt ein fast drei Minuten langer, hoch komisch kalauernder Nonsens-Techie-Talk, und es ist verblüffend, wie viel Techno-Gebabbel im Englischen auch ins Essbare lappt; auf der Insel gibt es sogar einen Mobilfunkanbieter, der sich Orange nennt.
Wie auch immer, Blackberrys sind üblicherweise Business-Smartphones des kanadischen Herstellers RIM (Research In Motion), aber dieses hier ist mehr: eine im wahrsten Sinne des Wortes aufgeporschte Brombeere. Die Hardware wurde im Porsche Design Studio entwickelt, für den Betrieb sorgt Blackberry 7 OS, und unter dem Namen Porsche Design P'9981 ist das Früchtchen seit Kurzem erhältlich. Etwas breiter als ein iPhone, liegt es mit seinem 155-Gramm-Korpus aus Edelstahl und der ledernen Rückseite ausgezeichnet in der Männerhand. Die Blackberry-Schmiede RIM war wegen ihrer ausgefuchsten Push-Benachrichtigungen lange Zeit Nummer eins unter den Anbietern von Business-Smartphones. Zurzeit ist sie aufgrund der starken Konkurrenz von iOS- und Android-Geräten zwar etwas angeschlagen, aber das moderne Betriebssystem kann mit den Mitbewerbern allemal mithalten. Sehr erfreulich finde ich, dass Porsche Design seiner Schwarzbeere neben dem obligatorischen Touchscreen (sowie einer Fünf-Megapixel-Kamera, auch für 720p-HD-Videos) eine überaus brauchbare Qwertz-Tastatur spendiert hat. Auch der App-Store mit schicker Software für das Nobel-Smartphone existiert natürlich schon. 1475 Euro, www.porsche-design.de
Den kapazitiven Touchscreen des iPad bedient man mit den Fingern. Die sind leitfähig und lösen bei Berührung sofort den gewünschten elektrischen Steuerimpuls aus. Weshalb sich so ein iPad zwar nicht mit Handschuhen, aber mit einer Bockwurst als Eingabehilfe bedienen ließe - nicht jedoch mit einem herkömmlichen Stylus. Das ist schade, denn es gibt hervorragende Mal- und Zeichenprogramme und Apps für handschriftliche Notizen, für die ich lieber einen feinen Stift benutzen würde statt meinen Finger - weil sich das nun mal so anfühlt, als würde ich mit einem Würstchen aufs iPad schreiben. Mittlerweile kann man Spezialstifte mit leitfähigen Spitzen kaufen, die an Radiergummis erinnern und einen festen Druck aufs Display erfordern. Dagegen gleitet der Mynote Pen von Aiptek so leicht und fein wie ein ganz normaler Kugelschreiber übers Display. Allerdings muss man, damit der Stift seine Schreibbewegungen funken kann, den mitgelieferten Empfänger ans iPad stecken. Und das funktioniert nur mit einer einzigen App. Dass man für sie im App-Store zusätzliche 5 Euro abdrücken muss, kann eigentlich nur ein Versehen sein. 99 Euro, www.aiptek.de
Die Bügelklemme aus Plastik ist eine Weiterentwicklung der Ring Mouse von Genius. Man streift sie über den Zeigefinger und steuert mit Daumenbewegungen über das Touchpanel den Cursor auf dem Computerbildschirm. So kann man kabellos mit bis zu zehn Metern Bewegungsfreiheit durch seine Bildergalerie oder das Internet surfen - bequem vom Sessel aus. Den dafür nötigen Minifunkempfänger liefert Genius mit. Für die tägliche Mausroutine finde ich den Ring etwas fummelig, doch als Schmuckstück erweist er sich bei der Powerpoint-Leinwandpräsentation. Denn das Mäuschen blättert nicht nur elegant und mit einer Hand bedienbar von Slide zu Slide - das konnte ihre Vorgängerin auch. Sondern sie kann jetzt auch mit einem roten Laserpointer wichtige Details einkringeln. So verdient sie sich ihren neuen Namen: Ring Presenter. 65 Euro, in sechs Farben erhältlich, www.genius-europe.com
Ich, der auf Roll- oder Schlittschuhen bislang jedes Mal umgehend auf die Fresse geflogen ist, habe mich tatsächlich auf dieses neu entwickelte Sportgerät gewagt. Ich bin in Straßenschuhen in die beiden Skates gestiegen, die jeweils zwei Rollen haben und durch Spinnenbeine mit dem Lenker verbunden sind. Der Lenker war das Argument: Handbremsen fürs Vorderrad fehlen zwar, aber immerhin bietet er Bremsen für die Skater. Trotzdem musste ich die beiden beruhigenden Griffe irgendwann mal loslassen. Und tatsächlich: Ich konnte mich mit diesem Rollschuhroller fortbewegen, ohne umzufallen. In Schlittschuhschritten, gaaanz vorsichtig, wobei mir anfangs immer das Vorderrad abhauen wollte, weil ich dahinter nicht schnell genug in die Gänge kam. Gut fürs Stretching: Am nächsten Tag fühlte sich mein Bauch länger an. Ab 379 Euro, www.aeyo.com