Zum Glück gibt es noch Menschen mit Vorbildfunktion! Sie haben das gewisse Etwas, um das wir sie beneiden.
Schon absurd, dass die Dame in ihrem Gesicht eine aktuelle Hollywood-Schönheit zitiert - und in ihrer Kleidung die Sexsymbole der 40er und 50er. Damals steckte man Jane Russell oder Lana Turner in brustbetonende Pullis, nannte sie Sweater-Girls und scheuchte sie durchs Studio, auf dass Männer im Kino sich später voll Wolllust die feisten Bäuche reiben konnten.
Broadwell (broad, englisch ausgerechnet auch für "Ische" oder "Tussi") ist aber keineswegs das scheue Begehrlichkeitsobjekt, als das sie das oben abgedruckte Paparazzobild aus der Küche ihres Bruders erscheinen lässt. Die Elitesoldatin insinuiert schon durch ihre Obama-Oberarme, dass sie im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit bestehen kann. Und das eigentlich schützende Kuschelutensil Rolli mutiert bei ihr zur Kampfmontur.
Sie trägt eine zugleich enge und doch am Kragen weite Variante, die ein rasches Ausziehen ermöglicht. Anschließend wird der Pullover dem Feind ins Gesicht oder über die Kameralinse geworfen, Broadwell kann in Schutzweste fliehen. Diese Verbindung von Kaschmir und Kevlar hat wohl auch David Petraeus beeindruckt.
| Kaschmirpullover mit weitem Rollkragen im Farbton "Berry", etwa von Allude über www.mondialmode.com, 359 Euro |