Der Name "Hitler" prangt weiß und schlicht über dem Eingang. In dem I-Punkt versteckt sich ein Hakenkreuz. Im Schaufenster werden T-Shirts von US-Comichelden wie Superman angeboten wie es sie wohl auch in anderen Bekleidungsläden gibt. Doch der Name des Geschäfts in der westindischen Stadt Ahmedabad sorgt für Aufregung bei den Bewohnern und der jüdischen Gemeinde.
Der Besitzer Rajesh Shah versteht die ganze Aufregung nicht. Bereits vor einem Monat habe man mit einem Banner und dem Spruch "Hitler opening shortly" geworben und keiner habe sich beschwert, so Shah. Den Laden habe er nach dem Großvater seines Geschäftspartners Manish Chandani benannt. Dieser wäre wegen seiner Genauigkeit und Strenge unter dem Spitznamen "Hitler" bekannt gewesen. Shah will von den Verbrechen Adolf Hitlers erst vor kurzem erfahren haben. Über das Internet informierte sich der Geschäftsführer und zeigt sich nun bereit den Namen zu ändern, wenn man die bereits getätigten Investitionen bezahlen würde. Da die Ladenbesitzer rund 40.000 Rupien, das sind circa 570 Euro, in Marketing und Visitenkarten investiert hätten, fehle ihnen das Geld dazu.
Die jüdische Gemeinde verlangt einen sofortigen Namenswechsel. Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde ist überzeugt, dass sich der Besitzer im Klaren war, wofür der Name "Hitler" steht. Vielmehr wird eine gut durchdachte Marketingstrategie der Ladenbesitzer vermutet. Auch Anwohner hatten sich bereits gewundert, dass Behörden den Namen zugelassen hatten.