Evangelische Kirchen dürfen ihr Geld in Bierbrauereien investieren. Dies geht aus einem Leitfaden für ethische Geldanlagen hervor, den die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) infolge der Finanzmarktkrise veröffentlich hat.
Doch sind die Geldanlagen in Schnapsfabriken verboten, denn beim Konsum hochprozentigen Alkohols bestehe eine erhöhte Suchtgefahr. Bei Herstellern alkoholischer Getränke wie Bier und Wein mit bis zu 14 Prozent Alkoholgehalt sei eine kirchliche Investition in Ordnung, präziert der Leitfaden.
"Es geht uns darum, deutlich zu machen, dass Geld kein Selbstzweck ist, sondern - wie alles, was wir tun - verantwortlich vor Gott und den Menschen eingesetzt werden muss", sagte der Leiter der EKD-Finanzabteilung, Thomas Begrich.
Auch die evangelische Kirche musste durch die Finanzmarktkrise Verluste hinnehmen. Die Oldenburger Landeskirche hatte zum Beispiel im Zuge der Lehman-Pleite 4,3 Mio. Euro abschreiben müssen. Deswegen sucht die EKD andere Investitionen für ihr Geld.