Das von RWE betriebene Atomkraftwerk Biblis in Südhessen
Eine Stilllegung der Meiler, heiße es in einem vergangenen Sommer erstellten Ausstiegsszenario, würde die Strommenge verknappen und den Strompreis ansteigen lassen. Davon würden die nur teilweise ausgelasteten Kohlekraftwerke des Konzerns profitieren.
Die Zusatzgewinne dort könnten laut RWE-Szenario die Ausfälle in Biblis mittelfristig deutlich überkompensieren - zumal der Bund durch die Brennelementesteuer Teile des Atomgewinns abschöpfe. Kurzfristig, heiße es bei RWE, seien durch die Stilllegung der Meiler allerdings Verluste in dreistelliger Millionenhöhe zu verkraften.
Diese Informationen wurden laut Magazin auch dem Aufsichtsrat zugeleitet. Die Kontrolleure wollen RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann auf einer Sitzung am Dienstag zu seinen Plänen befragen. Am Mittwoch ist die RWE-Hauptversammlung.