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Merken   Drucken   09.09.2010, 22:15 Schriftgröße: AAA

Abgang des Bundesbank-Vorstandes: Sarrazin ist weg - noch lange nicht  

Kommentar Thilo Sarrazin hat um die Entlassung aus dem Bundesbank-Vorstand gebeten. Doch die Politik sollte sich nicht zu früh freuen: Der Quälgeist wird sie noch eine Weile beschäftigen. von Andreas Theyssen 
Sarrazin verlässt die Bundesbank freiwillig. Das ist ...

 

Sarrazin verlässt die Bundesbank freiwillig. Das ist ...

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Bundespräsident Christian Wulff  dürfte am Donnerstagabend einen Freudentanz in Schloss Bellevue aufgeführt haben. Jugendlich genug dazu ist er ja. Denn Thilo Sarrazin , der wegen seiner brachialen Integrationsthesen umstrittene Bundesbanker, hat den Präsidenten selber um seine Entlassung aus dem Amt gebeten. Und Wulff damit erspart, eine Entlassungsurkunde auszustellen, die später von einem Gericht für null und nichtig erklärt werden könnte. Denn noch nie ist ein Bundesbank-Vorstand gefeuert worden, es gibt keine klaren Regeln dafür - ein Festschmaus für Juristen.
Kanzlerin Angela Merkel dürfte sich freuen, weil auch sie öffentlich hat verlauten lassen, dass Sarrazin bei der Zentralbank nichts mehr zu suchen habe. Ebenso der Obersozialdemokrat Sigmar Gabriel, der Sarrazins Ausschluss aus der SPD forciert.
Als Parteichefs sollten die beiden aber sehr nervös werden. Denn in der Öffentlichkeit finden Sarrazins Thesen über die Integrationsverweigerung von Immigranten großen Widerhall, mögen sie noch so überzogen, noch so zugespitzt, teilweise auch falsch sein. Denn in der Tat gibt es nach Deutschland gezogene Ausländer, die sich dem Leben, den Gesetzen und Regeln der Bundesrepublik bewusst verweigern, eine Art Staat im Staate bilden. Wie groß diese Gruppe ist, darüber streiten sich die Experten. Und in der Tat ist es so, dass die Politik dieses Thema lange ignoriert bis totgeschwiegen hat.

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  • FTD.de, 09.09.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 10.09.2010 18:21:43 Uhr   Otto: @Strichnid: Quatsch!

    "Das Volk" besteht nur aus einzelnen Menschen, die von den Informationen abhängig sind, die von oben u.a. durch die "seriösen Regierungsmedien" weitergegeben werden. Eine empirische Untersuchung, ob die türkischen Einwanderer das Land wieder verlassen oder bleiben, kann nur durch unsere "Volksvertreter" erfolgen bzw. in Auftrag gegeben werden. Dafür sind sie ja eigentlich von uns gewählt! und BEZAHLT!, dass sie für uns solche Probleme erkennen und LÖSEN.
    Auf Grund der Informationen, die ich so aufgefangen habe, habe (auch) ich geglaubt, dass das Problem nach 2 Generationen logischerweise gelöst ist. Funktioniert ja auch bei fast allen. Nur nicht bei eben diesen. Aber der kleine Otto Normalo kann das nicht selbst erforschen. Das ist ein Scheinargument.

  • 10.09.2010 13:10:40 Uhr   Strichnid: Fast
  • 10.09.2010 12:05:29 Uhr   Markus Busse: Nötiger Freudentanz!
  • 10.09.2010 09:52:42 Uhr   Weisenheimer: Nach ZIVILCOURAGE jetzt CHARAKTER!
  • 10.09.2010 08:15:15 Uhr   Sven Weber: Höflich nachgefragt:
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